Zebrastyle und ein Blick in die Zukunft

Januar – eigentlich lasse ich meine Kamera nach Weihnachten für einige Monate im Schrank liegen. Schlichtweg weil Hallenturniere nach wie vor nicht zu meinen Lieblingsturnieren zählen und eine Pause vom Dressurzirkus auch ab und an mal ganz gut tut. In diesem Jahr habe ich mich entschieden die Winterpause ein bisschen nach hinten zu verschieben und den Weg zum K+K Cup nach Münster anzutreten. Das Prüfungsangebot von Jungpferdeprüfungen bis hin zum Grand Prix lockt kurz nach dem Jahreswechsel immer wieder die deutsche Dressurszene an. Nicht selten sind hier Reiter mit neuen Pferden oder in einer neuen Altersklasse unterwegs – durchaus interessant also.  

Es könnte alles so schön sein, wäre da nicht die gruselige und schlecht ausgeleuchtete Messehalle in der man die Dressurwettbewerbe durchführt. Der Boden erinnert stark an ein Zebra. Dunkler Sand mit hellen Streifen immer dort wo gerade eine Reihe Scheinwerfer hängt. Da wird fotografieren zum mittelmäßigen Albtraum. Aufgabe des Tages: immer dann auslösen wenn das Pferd gerade unter einem Scheinwerfer ist. Schade nur, dass die Lektionen eben nicht immer unter einem Scheinwerfer gezeigt werden. Nächste Aufgabe also: das Beste daraus machen.

Traditionell ist der K+K Cup auch die erste Bewährungsprobe für den reiterlichen Nachwuchs. Beim Preis der Zukunft treffen sich die Junioren und Jungen Reiter zu einem ersten Kräftemessen. Ganz aussagekräftig war das Ganze in diesem Jahr noch nicht – etliche bewährte Championatspaare waren nicht am Start. Insofern bleibt der Blick in die Zukunft und darauf was uns im Frühjahr erwartet. Bis dahin verabschiede ich mich in meine „kreative Winterpause“ und schmiede Pläne für die Freiluftsaison 2019.