Weihnachtsfeier im Opernhaus des Reitsports

Von feinem Reiten, Championatspferden made in Germany und warum wir viel öfter laut über unseren wunderschönen Sport sprechen sollten.

SternenhimmelDas Festhallenturnier in Frankfurt – der schönste Jahresabschluss den man sich für ein grandioses Reitsportjahr wünschen kann. Bei diesem Turnier stimmt vieles. Die Frankfurter Festhalle, ohnehin schon eine architektonische Augenweide, verwandelt sich dank vieler fleißiger Helfer in einen gold-lila Weihnachtstraum. Hier macht fotografieren einfach Spaß. Hinzu kommt ein Fachpublikum wie wir es maximal aus Aachen kennen – eines, das seine Meinung kund tut und seine Stars gebührend feiert. Das mag auch daran liegen, dass die halbe Reitsportwelt sich an diesem Wochenende kurz vor Weihnachten hier trifft und quasi eine Reitsport-Weihnachtsfeier feiert (egal ob man sich im Viereck zeigt oder nicht). Nicht umsonst wird die Festhalle Frankfurt als Opernhaus des Reitsports bezeichnet. Dieses Turnier hat wirklich einen besonderen Platz in meinem Fotografenherz – es macht einfach Spaß, ohne Wenn und Aber.

Abschied UneeServiert wird das Ganze mit dressursportlichen Highlights die seines gleichen suchen (zumindest noch). Das Finale des Nürnberger Burgpokals, die Turnierserie die deutsche Championatspferde am Fließband produziert, ist ein absoluter Magnet, der sogar Journalistenkollegen aus Australien und Neuseeland anzieht. Hinzu gesellen sich das Finale des Louisdor-Preises, die nächste Schmiede für Nachwuchspferde made in Germany (wenngleich diesmal am Ende ein dänisches Paar ganz oben stand), sowie eine internationale Grand Prix Serie. Dressursport vom aller aller feinsten und die beste Werbung die es für unseren Sport geben kann. Feinstes Reiten, hervorragende Pferde mit großer Perspektive und großartige Trainer. Das morgendliche Training in der Festhalle sei jedem ans Herz gelegen – eine Lehrstunde an harmonischem Reiten war dort in diesem Jahr zu beobachten. Dass Dressurreiter auch Stimmung machen können, beweist der Siegerpreis des Nürnberger Burgpokals am Samstagabend jedes Jahr aufs Neue – wenngleich dem ein oder anderen Dressurpferd die Skepsis aber die rhythmisch klatschende Menschenmenge anzusehen war.

DetailsDas Sahnehäubchen aus fotografischer Sicht ist die Organisation im Hintergrund. Eine Pressestelle mit einem gewissen Maß an gutem Ton und dem Willen die schöne Seite unseres Sports in die Welt zu transportieren. Wir sollten viel öfter versuchen die Schönheit des klassischen Dressurreitens zu vermitteln. Das was wir hier in Frankfurt gesehen haben ist das was die Welt da draußen viel zu selten mitbekommt. Ich jedenfalls werde auch in Zukunft dafür arbeiten, die schöne Seite unseres Sports in die Welt zu tragen.

In diesem Sinne – Merry Christmas and a happy new year!